Forschung - Analysis

 

Der jugoslawische Föderalismusprozess von 1945 bis 1991

Die Politik im Nachkriegsjugoslawien lag im Spannungsfeld zwischen Föderation und Nation seit ihren Anfängen im AVNOJ-Prozess 1942 bis zur Auflösung 1991. Der AVNOJ-Prozess hat im Ergebnis 1945 zur Bildung einer Föderation, bestehend aus sechs Republiken und zwei autonomen Gebieten bzw. Provinzen, geführt. Mit der föderativen Struktur des Staates, setzte ein Prozess ein, an dessen Ende die Auflösung des jugoslawischen Gesamtstaates stand. Jugoslawien ist im Verlauf des Auflösungsprozesses, der am 4. Februar 2003 wohl definitiv abgeschlossen wurde, auf die einzelnen Republiken zerfallen, die in diesen Grenzen seit 1946 die Föderation gebildet haben.

Gegenstand dieser Untersuchung ist das Verhältnis zwischen dem jugoslawischen Gesamtstaat auf der einen und den einzelnen Teilrepubliken auf der anderen Seite. Daraufhin wurden die drei Verwaltungsebenen, Gemeinde, Republik und Föderation im gegenseitigen Verhältnis auf der Grundlage der jeweils gültigen Verfassungstexte untersucht. Die Zeitspanne der Untersuchung ist folglich auf die Jahre 1942 mit dem Anfang des AVNOJ-Prozesses und 1974 mit der Verabschiedung der letzten Verfassung begrenzt worden.

 

Leitung
Milan Kosanovic

 

Publikationen
Aleksandar Jakir, Nationale Ideologien und das System der Arbeiterselbstverwaltung in den 1960er Jahren im sozialistischen Jugoslawien, Bonn 2003. (Information)

Milan Kosanovic, Auf dem Weg zur selbstverwalteten Konföderation. Der jugoslawischen Föderalismus im Spiegel der Verfassungstexte, Bonn 2003. (Information)

 
 
 
 
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